Katholische Kirchengemeinde
St. Johannes Evangelist, Hockeln
bildet eine Seelsorgeeinheit mit: Groß Düngen, St. Cosmas und Damian (mit Klein Düngen, St. Bernward)
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Adresse der Kirche: |
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Hockeln |
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| Regelmäßige Gottesdienste: |
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| Pfarrer: |
Heinrich - Josef Möller; Bergstraße 7; 31162 Bad Salzdetfurth - Groß Düngen
Tel: (05064) 370; Fax: (05064) 951 736
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| Adresse: |
Schuhstraße 10; 31162 Bad Salzdetfurth - Hockeln
Tel: (05064) 1531 |
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| Sekretärin: | Frau Ptak | ||||||
| Öffnungszeiten: |
nach Absprache
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St. Johannes Evangelist, Hockeln
Die Zugehörigkeit von Hockeln im Mittelalter zu Pfarrei und Archidiakonat Detfurth bzw. Alfeld läßt
sich nur vermuten. Erst später gehörte Hockeln bis 1894 nachweislich zur Pfarrei St. Gallus in Detfurth.
Weder Patronat noch Patrozinium der mittelalterlichen Kirche sind belegt. Im 15. Jahrhundert geht aus einem Vertrag
hervor, der zwischen den “Alterleuten” der Kirche in Hockeln und denen der Lambertikirche in der Hildesheimer Neustadt
1474 geschlossen wurde, daß das Gotteshaus in Hockeln der Muttergottes und dem Evangelisten Johannes geweiht war.
Auch war nicht der Archidiakon oder der Hildesheimer Bischof Verhandlungspartner der Neustadt, sondern die “Alterleute”
der Gemeinde, die demnach St. Johannes vertraten. Da jedoch kein Priester im Ort ansässig war, wurde die Gemeinde
vom Pfarrer an der St. Gallus-Kirche in Detfurth betreut. Die Kapelle in Hockeln wurde wahrscheinlich vom
Godehardikloster, dem Kloster Derneburg, den Rittern von Hockeln und den Grafen von Wohldenberg wirtschaftlich
unterstützt. Wann Hockeln vom Amt Winzenburg in das Amt Marienburg verlegt wurde, läßt sich nicht
festlegen. Während der Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert gehörte Hockeln bereits zum Amt
Marienburg und war, da es noch keine Pfarrechte besaß, mit der “Mutterpfarrei” Detfurth verbunden. Die kirchliche
Zugehörigkeit nach Detfurth war auch hier die Voraussetzung zum Erhalt der kath. Konfession in der
Kapellengemeinde St. Johannes. Im Jahre 1712 wurde die St. Johanneskapelle durch einen Neubau ersetzt. Wahrscheinlich
war dies durch Umwelteinflüsse (Überschwemmung der Lamme) und Folgen des 30jährigen Krieges auch hier
nötig gewesen. Im neuerbauten Gotteshaus hielt seit 1771 der Kaplan aus Detfurth jeden Sonntag die Heilige Messe.
Zur Zeit der Industrialisierung blieb Hockeln eine rein bäuerliche Siedlung. Nach vorübergehenden
Abwanderungen im 18. Jahrhundert war erst Mitte des 19. Jahrhunderts wieder ein Bevölkerungsanstieg in der
Gemeindestatistik festzustellen. Erst der Bau der Eisenbahnteilstrecke Hildesheim-Derneburg 1875 und die Aufnahme der
Kalisalzproduktion in Bad Salzdetfurth hatten den Zuzug von Arbeitskräften nach Hockeln wieder möglich
gemacht. Im Jahre 1863 wurde die baufällig gewordene Kapelle abgerissen und durch ein neues Gotteshaus ersetzt. Da
St. Johannes relativ weit von der Taufkirche St. Gallus in Detfurth entfernt lag, wurde im Jahre 1866 in Hockeln eine
Lokalkaplanei eingerichtet. Damit hatte St. Johannes den Kaplan aus Detfurth als eigenen Geistlichen erhalten. Noch
während des Kulturkampfes konnte im Jahre 1894 die Erhebung von St. Johannes zur Pfarrei durch Bischof Wilhelm
Sommerwerck (1871-1905) erfolgen. Mit dem Strom der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge gelangten nach 1945 ca.
120 Menschen nach Hockeln. Bis 1957 sank die Anzahl der Heimatvertriebenen auf 60 Personen, da in Hockeln auf den
Bauernhöfen keine zusätzlichen Arbeitskräfte benötigt wurden. Im Jahr 1957 wohnten 276 Katholiken
und nur 51 ev. Christen in der Gemeinde; z. B. in Listringen war das Verhältnis genau umgekehrt, dort waren es
1969 16 Katholiken und 307 ev. Christen. Der prozentuale Anteil von Katholiken und ev. Christen in Hockeln wie auch
Listringen hat sich bis in die Gegenwart kaum verändert.