Katholische Kirchengemeinde
Heilige Familie, Bad Salzdetfurth
mit St. Laurentius, Bodenburg
und St. Mariä Himmelfahrt, Westfeld
bildet eine Seelsorgeeinheit mit: St. Gallus, Detfurth (mit St. Johannes Baptist, Wesseln und
Schönstattkapelle,
Bad Salzdetfurth)
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Adressen der Kirchen: |
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Bad Salzdetfurth
Bodenburg
Westfeld |
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| Regelmäßige Gottesdienste: |
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| Pfarrer: |
Bruno Beierle; Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
Tel: (05063) 605; Fax: (05063) 270879 eMail: hl-fam@t-online.de Sprechstunde: donnerstags 10:00 - 11:30 Uhr |
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| Pfarrer in Ruhe: |
Konrad Sindermann; Haupstraße 8; 31079 Westfeld
Tel: (05065) 800 463 eMail: k.sindermann@t-online.de |
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| Gemeindereferentin: |
Christiane Weiß; Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
Tel: (05063) 605; Fax: (05063) 270879 eMail: hl-fam@t-online.de |
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| Adresse: |
Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
Tel: (05063) 605; Fax: (05063) 270879 eMail: hl-fam@t-online.de |
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| Sekretärin: | Frau Paul | ||||||||
| Öffnungszeiten: |
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| Adresse: |
Hauptstraße 8; 31079 Westfeld
Tel: (05065) 8243 |
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| Sekretärin: | Frau Paul | ||||||||
| Öffnungszeiten: |
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Heilige Familie, Bad Salzdetfurth
Der Kurort Bad Salzdetfurth verdankt seine Entstehung den Salzquellen, die ursprünglich
im Besitz des Bischofs von Hildesheim waren. Bereits im Jahre 1195 wird die Siedlung mit
ihren Salzvorkommen Salinae apud Thietvorde urkundlich genannt. Zunächst
hatten die Hildesheimer Bischöfe die Ministerialen von Steinberg mit den Salzquellen
belehnt. Unfreie Salzsiedler, die im Lammetal in unmittelbarer Nähe zur
Steinbergschen Burg ansässig waren, förderten das Salz. Vom 12. bis 14. Jahrhundert
verkaufte die Familie von Steinberg mehrere Pfannenanteile an einige Klöster:
1194 an das Kloster Lamspringe, 1282 an das Michaeliskloster in Hildesheim und 1365 an das
Kreuzstift. Um weiterhin an der Ausbeutung des Salzwerkes beteiligt zu bleiben, gestattete
die Familie von Steinberg den Siedlern die Anlegung weiterer Salzkothen. Dabei wurden die
Siedler nach Meierrecht verpflichtet, jährliche Rentenabgaben an die Steinbergs zu
zahlen, während der Ertragsüberschuss Eigentum der Sälzer blieb. Daraus entwickelte
sich im 14. Jahrhundert die Pfännergilde, die die Erlaubnis zur Bildung eines Rates
erhielt.
Ein Gotteshaus in Salzdetfurth - die St. Georgskapelle - ist erst für das 15. Jahrhundert
nachweisbar, das Salzpfännerdorf besaß keine Pfarrechte. Als Filialgemeinde
von Detfurth im gleichnamigen Archidiakonat wurden die Sälzer vom Priester
der Archidiakonatskirche St. Gallus betreut. Um Seelenmessen für ihre Verstorbenen halten
zu können, wurde im Jahre 1430 die St. Georgskapelle in Salzdetfurth erbaut. Vermutlich
war die Familie von Steinberg Förderer und Bauherr der Kapelle. Die Ausstattung des
Gotteshauses mit der Vikarie Maria Magdalena erfolgte im Jahre 1444 durch einen aus
Salzdetfurth stammenden Domvikar. Das Patronat über diese Vikarie stand dem Hildesheimer
Rat der Altstadt zu. Am 11. September 1528 erhob Bischof Balthasar Merklin (1528-1531) auf
Bitten der Gemeinde die St. Georgskapelle zur Pfarrkirche, die Vikarie Maria Magdalena
wurde inkorporiert.
Durch den Quedlinburger Rezeß von 1523 gelangte das Amt Winzenburg, so auch Salzdetfurth,
in das welfische Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel. Obwohl der Landesherr Herzog
Heinrich d. J. Katholik war, versuchte er unabhängig vom Hildesheimer Bischof ein kath.
Kirchenwesen aufzubauen. Im Jahre 1542 nahm der Schmalkaldische Bund die häufige
Bedrängung seiner ev. Bundesstädte Braunschweig und Goslar zum Anlass, um Heinrich d. J.
aus seinem Territorium zu vertreiben. Die bisher durch Herzog Heinrich verhinderte
Einführung der Reformation wurde zunächst Ziel einer ev. Kirchenvisitation. Da das
Archidiakonat Detfurth bereits im Mittelalter mit dem Bann Alfeld vereinigt worden war,
fand auch die Visitation von St. Georg in der Taufkirche St. Nikolaus in Alfeld
statt. Der kath. Priester konnte sich jedoch als Pfarrgeistlicher an St. Georg behaupten.
Erst nachdem Herzog Julius II. von Braunschweig-Wolfenbüttel ab 1568 die Reformation
eingeführt hatte, wurde im selben Jahr ein luth. Prediger auch in Salzdetfurth
eingesetzt.
Aufgrund des Restitutionsedikts Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) von 1629 gelangte das
Große Stift 1643 wieder an den Hildesheimer Bischof. Auch Salzdetfurth wurde wieder unter
die bischöfliche Oberaufsicht gestellt und die Heilige Messe in St. Georg gefeiert. Die
kath. Kirchenverhältnisse konnten jedoch während des 30jährigen Krieges nicht
sichergestellt werden. Das evangelische Bekenntnis wurde in Salzdetfurth durch die
Normaljahrsbestimmung des Westfälischen Friedens festgelegt, die für das
Jahr 1624 den ev. Besitzstand dieser Pfarrei garantierte.
Die Entwicklung Salzdetfurths wurde vom 16.-18. Jahrhundert durch Brände,
Überschwemmungen der Lamme und Kriegsschäden erheblich beeinträchtigt. Im 19.
Jahrhundert verloren schließlich durch die Gründung industrieller Salinen viele
Salzträger ihren Arbeitsplatz. So musste im Jahre 1854 eine Armenkommission gebildet
werden.
Der Anschluss Bad Salzdetfurths an das Eisenbahnnetz erfolgte zwischen 1900-1901.
Zusätzlich zur Salzgewinnung wurde nach neuen Erwerbsquellen gesucht, z. B. 1857 durch
Gründung eines Solebades. Im Jahr 1896 wurde ein Bergwerk zur Kalisalzförderung
angelegt.
Der Bedarf an Arbeitskräften konnte nun nicht mehr ausreichend durch die Salzdetfurther
Bevölkerung gedeckt werden, so dass von 1905-1925 die Einwohnerzahl von 1777 auf 2288
stieg.
1925 gehörten 8% der Einwohner Salzdetfurths der kath. Kirche an, deren Betreuung
zunächst wieder die Pfarrei St. Gallus in Detfurth übernahm. Nach dem 2. Weltkrieg
gelangten 1971 Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Bad Salzdetfurth. Allein 60% der
Gemeindemitglieder von St. Gallus in Detfurth stammten aus Bad Salzdetfurth, da dort
Wohnmöglichkeiten (Erschließung von Neubauvierteln) und Arbeitsplätze in der
Kaliindustrie und in einem Werk für Nachrichten-Übertragungstechnik (Antennenbau)
vorhanden waren.
Die kath. Gemeinde entwickelte sich so günstig, dass bereits 1961 die Kirche
Zur Hl. Familie erbaut und eine selbständige Kirchengemeinde
gebildet werden konnte. Die Salzdetfurther Kali AG, die aufgrund der bestehenden
Kaliverträge die durch die Kaliindustrie entstehenden Kirchen- und Schulbaulasten zu
tragen hatte, hat zum Kirchbau einen gewissen Beitrag geleistet, allerdings erst nach
gerichtlicher Klärung.
1969 erfolgte schließlich ihre Erhebung zur Pfarrei.
Im Gegensatz zur Nachkriegssituation blieb der Neuzuzug von Katholiken in den 70er Jahren
aus. Erst seit Anfang der 80er Jahre sind in Bodenburg, Breinum und Östrum als
Wohngemeinden für die Arbeitsstandorte Bad Salzdetfurth, Hildesheim und Bockenem
steigende Katholikenzahlen zu beobachten.
Bodenburg St. Laurentius
Wie schon der Name Bodenburg beinhaltet, geht die Entwicklung der späteren Siedlung auf
eine gräfliche Burg zurück, die wahrscheinlich im 10. Jahrhundert Graf Bodo erbauen
ließ. Die erste Erwähnung von Bodenburg erfolgte 1142 in einer Urkunde des Grafen
Meinfried. Nachdem die Familie von Bodenburg im 12. Jahrhundert ausgestorben war, fiel die
Grafschaft an den Hildesheimer Bischof. Die Edelherren von Meinersen gelangten in den
Besitz der Burg. Als diese im 14. Jahrhundert ausstarben, übertrug der Letzte des
Geschlechtes - Domherr Bernhard von Meinersen - 1353 die Bodenburg dem Stift Hildesheim.
Die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg erhoben jedoch ebenfalls Ansprüche auf das
Meinersche Lehen. Auch nachdem der Hildesheimer Landesherr die Bodenburg als
bischöfliches Lehen an die Familie von Steinberg weiter gegeben hatte, blieben ihre
Besitzverhältnisse ungeklärt. Letztlich deshalb hatte sich im Jahr 1359 die Familie von
Steinberg mit der Bodenburg in den Dienst und unter den Schutz des Herzogs Wilhelm von
Braunschweig-Lüneburg und des Herzogs Ludwig von Braunschweig gestellt. Die adlige
Familie ließ sich das bischöfliche Lehen 1359 und 1361 sogar von den Welfenherzögen
bestätigen. Die Versuche Bischof Heinrichs III. (1331-1363), die Bodenburg
zurückzugewinnen, schlugen fehl. Sie blieb eine Braunschweiger Exklave im Hildesheimer
Land.
Kirchlich werden in Bodenburg zwei Gotteshäuser erwähnt: die Pfarrkirche St. Laurentius
und die Kapelle St. Johannes Bapt. Die Pfarrrechte von St. Laurentius im
Archidiakonat Detfurth werden durch eine Urkunde des Jahres 1207 bestätigt, in der der
Pfarrer Eckehardus de bodenburc sacerdos erwähnt wird. Der Standort der
Johanneskapelle im Ort wird angezweifelt, da sie bis in das 13. Jahrhundert hinein dem
Domkapitel unterstellt war.
Im Jahre 1282 wurde die Johanneskapelle vom Hildesheimer Bischof Siegfried II. (1279-1310)
an die Familie von Werder übergeben, die dafür dem Bischof das Gotteshaus in Schulenburg
überlassen hatte. Der Patron der Pfarrkirche und später auch der Johanneskapelle war ab
1481 die Familie von Steinberg.
Da Bodenburg als Braunschweiger Lehen behandelt wurde, ging der bischöfliche Einfluss auf
die Gotteshäuser bald verloren.
Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel war ein entschiedener Gegner der
Reformation. Trotzdem unternahm er den Versuch, ein kath. Kirchenwesen in Unabhängigkeit
vom Bistum Hildesheim aufzubauen. Sein Vorhaben ließ sich jedoch nicht realisieren, da
Heinrich vom Schmalkaldischen Bund 1542 aus seinem Land vertrieben wurde. Noch im selben
Jahr wurde die erste ev. Kirchenvisitation durch Johannes Bugenhagen und Antonius Corvinus
durchgeführt. An dieser ersten Visitation nahm auch Heinrich von Steinberg aus Wehrstedt
teil. Andere Mitglieder der Familie von Steinberg blieben katholisch. Die Besetzung der
Pfarrstelle in Bodenburg ab 1542 mit einem evangelischen Prädikanten ist nicht
nachgewiesen.
Nachdem Herzog Heinrich 1547 zurückgekehrt war, blieben seine Rekatholisierungsversuche
erfolglos. Erst nach seinem Tod 1568 wurde durch seinen Sohn Herzog Julius II. die
Reformation endgültig eingeführt. Ein ev. Prädikant an St. Johannes in Bodenburg wird
für das Jahr 1590 bestätigt.
Da Bodenburg eine Braunschweiger Exklave war, wurde es auch nicht vom kaiserlichen
Restitutionsedikt betroffen, das die Rückgabe des Großen Stiftes an den Hildesheimer
Bischof festlegte. Die Siedlung Bodenburg mit Östrum blieb Braunschweiger Land. Die
spätere Schlosskapelle St. Johannes wurde bald Mittelpunkt der luth. Gemeinde.
Das Patronatsrecht über die Johanneskapelle und die Pfarrkirche St. Laurentius stand
weiterhin der Familie von Steinberg zu. Später wurden diese Rechte vom Baron von Cramm
wahrgenommen.
Johannes Ernst August Philipp von Steinberg ließ im Jahre 1826 die St.
Laurentiuskirche in Bodenburg neu erbauen. Ende des 19.
Jahrhunderts ließen sich viele Tagelöhner mit ihren Familien, unter ihnen auch
Katholiken, in Bodenburg nieder, die einen Arbeitsplatz in der Salzdetfurther
Kaliindustrie gefunden hatten.
Die Einwohnerzahl Bodenburgs wuchs nach 1945 durch den Zuzug von Flüchtlingen und
Heimatvertriebenen von ca. 1200 auf 2500 Gemeindemitglieder an. Die Anzahl der Katholiken
verzehnfachte sich.
Die Vikarie, die 1946 in Bodenburg errichtet wurde, umfasste im Jahre 1954 noch 10
Ortschaften mit insgesamt 820 Katholiken.
Neben den Beschäftigungsmöglichkeiten in der ortsansässigen Handschuh- und Zuckerfabrik
war der überwiegende Teil der Bodenburger Bevölkerung in der Salzdetfurther
Kaliindustrie und später auch in einem Werk für Nachrichtenübertragungstechnik
beschäftigt.
Die Suche nach einem Gottesdienstraum erschien zunächst nicht notwendig, da man mit einer
verstärkten Abwanderung der Gemeindemitglieder nach Bad Salzdetfurth rechnete. Obwohl
ich die Entwicklung der kath. Gemeinde tatsächlich verstärkt in Bad Salzdetfurth
vollzog, blieb Bodenburg bis 1961 Pfarrvikarie.
Im Jahr 1961 wurde die Vikarie in die Kirchengemeinde bzw. in die spätere Pfarrei Hl.
Familie in Bad Salzdetfurth integriert.
Der kath. Gottesdienst in Bodenburg wurde nun zunächst vom Seelsorger aus Bad
Salzdetfurth in der ev. Kirche St. Laurentius gefeiert. Da die erwartete Abwanderung von
kath. Christen aus Bodenburg langfristig ausblieb, wurde 1973 die St.
Laurentiuskirche der kath. Gemeinde überlassen.
St. Mariä Himmelfahrt, Westfeld
noch in Arbeit
Zum 31. Dezember 2008 wurde die eigenständige Pfarrgemeinde Westfeld aufgelöst und mit Wirkung
zum 01. Januar 2009 der Pfarrgemeinde Heilige Familie Bad Salzdetfurth zugepfarrt.