Katholische Kirchengemeinde

Heilige Familie, Bad Salzdetfurth
mit St. Laurentius, Bodenburg
und St. Mariä Himmelfahrt, Westfeld

bildet eine Seelsorgeeinheit mit: St. Gallus, Detfurth (mit St. Johannes Baptist, Wesseln und
Schönstattkapelle, Bad Salzdetfurth)

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Kirchen / Gottesdienste

Adressen der Kirchen:

  • Heilige Familie; Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
  • St. Laurentius; Salzdetfurther Straße 5; 31162 Bad Salzdetfurth - Bodenburg
  • St. Mariä Himmelfahrt; Hauptstraße 8; 31079 Westfeld
Kirche Heilige Familie, Bad Salzdetfurth
Bad Salzdetfurth

Kirche St. Laurentius, Bodenburg
Bodenburg

Kirche St. Mariä Himmelfahrt, Westfeld
Westfeld
Regelmäßige Gottesdienste:
dienstags: 09:00 Uhr Hl.Messe in Westfeld
18:00 Uhr Hl.Messe in Bodenburg
freitags: 18:30 Uhr Hl.Messe in Bad Salzdetfurth (Krypta)
samstags: 16:30 Uhr Hl.Messe in Bodenburg *
18:30 Uhr Hl.Messe in Westfeld *
sonntags: 10:00 Uhr Hl.Messe in Bad Salzdetfurth *

* jeweils zum 1. Adventwochenende tauschen Bodenburg und Westfeld die Gottesdienstzeiten.
(Gottesdienstzeiten Stand 05/2010)
1 * im Monat Samstag 18:00 Uhr in Bad Salzdetfurth und Sonntag 10:00 Uhr in Westfeld. Dann keine Messe in Bodenburg.

Hauptamtliche
Pfarrer: Bruno Beierle; Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
Tel: (05063) 605; Fax: (05063) 270879
eMail: hl-fam@t-online.de
Sprechstunde: donnerstags 10:00 - 11:30 Uhr
Pfarrer in Ruhe: Konrad Sindermann; Haupstraße 8; 31079 Westfeld
Tel: (05065) 800 463
eMail: k.sindermann@t-online.de
Gemeindereferentin: Christiane Weiß; Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
Tel: (05063) 605; Fax: (05063) 270879
eMail: hl-fam@t-online.de
Pfarrbüro Bad Salzdetfurth
Adresse: Elsa- Brandström-Straße 51; 31162 Bad Salzdetfurth
Tel: (05063) 605; Fax: (05063) 270879
eMail: hl-fam@t-online.de
Sekretärin: Frau Paul
Öffnungszeiten:
montags:
mittwochs:
freitags:

08:30 Uhr - 11:30 Uhr
08:30 Uhr - 11:30 Uhr
08:30 Uhr - 12:30 Uhr
Büro Westfeld
Adresse: Hauptstraße 8; 31079 Westfeld
Tel: (05065) 8243
Sekretärin: Frau Paul
Öffnungszeiten:
dienstags:

08:30 Uhr - 11:30 Uhr

Geschichte der Pfarrgemeinde

Heilige Familie, Bad Salzdetfurth
Der Kurort Bad Salzdetfurth verdankt seine Entstehung den Salzquellen, die ursprünglich im Besitz des Bischofs von Hildesheim waren. Bereits im Jahre 1195 wird die Siedlung mit ihren Salzvorkommen “Salinae apud Thietvorde” urkundlich genannt. Zunächst hatten die Hildesheimer Bischöfe die Ministerialen von Steinberg mit den Salzquellen belehnt. Unfreie “Salzsiedler”, die im Lammetal in unmittelbarer Nähe zur Steinbergschen Burg ansässig waren, förderten das Salz. Vom 12. bis 14. Jahrhundert verkaufte die Familie von Steinberg mehrere “Pfannenanteile” an einige Klöster: 1194 an das Kloster Lamspringe, 1282 an das Michaeliskloster in Hildesheim und 1365 an das Kreuzstift. Um weiterhin an der Ausbeutung des Salzwerkes beteiligt zu bleiben, gestattete die Familie von Steinberg den Siedlern die Anlegung weiterer Salzkothen. Dabei wurden die Siedler nach Meierrecht verpflichtet, jährliche Rentenabgaben an die Steinbergs zu zahlen, während der Ertragsüberschuss Eigentum der Sälzer blieb. Daraus entwickelte sich im 14. Jahrhundert die Pfännergilde, die die Erlaubnis zur Bildung eines Rates erhielt.
Ein Gotteshaus in Salzdetfurth - die St. Georgskapelle - ist erst für das 15. Jahrhundert nachweisbar, das “Salzpfännerdorf” besaß keine Pfarrechte. Als Filialgemeinde von Detfurth im gleichnamigen Archidiakonat wurden die “Sälzer” vom Priester der Archidiakonatskirche St. Gallus betreut. Um Seelenmessen für ihre Verstorbenen halten zu können, wurde im Jahre 1430 die St. Georgskapelle in Salzdetfurth erbaut. Vermutlich war die Familie von Steinberg Förderer und Bauherr der Kapelle. Die Ausstattung des Gotteshauses mit der Vikarie Maria Magdalena erfolgte im Jahre 1444 durch einen aus Salzdetfurth stammenden Domvikar. Das Patronat über diese Vikarie stand dem Hildesheimer Rat der Altstadt zu. Am 11. September 1528 erhob Bischof Balthasar Merklin (1528-1531) auf Bitten der Gemeinde die St. Georgskapelle zur Pfarrkirche, die Vikarie Maria Magdalena wurde inkorporiert.
Durch den Quedlinburger Rezeß von 1523 gelangte das Amt Winzenburg, so auch Salzdetfurth, in das welfische Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel. Obwohl der Landesherr Herzog Heinrich d. J. Katholik war, versuchte er unabhängig vom Hildesheimer Bischof ein kath. Kirchenwesen aufzubauen. Im Jahre 1542 nahm der Schmalkaldische Bund die häufige Bedrängung seiner ev. Bundesstädte Braunschweig und Goslar zum Anlass, um Heinrich d. J. aus seinem Territorium zu vertreiben. Die bisher durch Herzog Heinrich verhinderte Einführung der Reformation wurde zunächst Ziel einer ev. Kirchenvisitation. Da das Archidiakonat Detfurth bereits im Mittelalter mit dem Bann Alfeld vereinigt worden war, fand auch die Visitation von St. Georg in der Taufkirche St. Nikolaus in Alfeld statt. Der kath. Priester konnte sich jedoch als Pfarrgeistlicher an St. Georg behaupten. Erst nachdem Herzog Julius II. von Braunschweig-Wolfenbüttel ab 1568 die Reformation eingeführt hatte, wurde im selben Jahr ein luth. Prediger auch in Salzdetfurth eingesetzt.
Aufgrund des Restitutionsedikts Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) von 1629 gelangte das Große Stift 1643 wieder an den Hildesheimer Bischof. Auch Salzdetfurth wurde wieder unter die bischöfliche Oberaufsicht gestellt und die Heilige Messe in St. Georg gefeiert. Die kath. Kirchenverhältnisse konnten jedoch während des 30jährigen Krieges nicht sichergestellt werden. Das evangelische Bekenntnis wurde in Salzdetfurth durch die “Normaljahrsbestimmung” des Westfälischen Friedens festgelegt, die für das Jahr 1624 den ev. Besitzstand dieser Pfarrei garantierte.
Die Entwicklung Salzdetfurths wurde vom 16.-18. Jahrhundert durch Brände, Überschwemmungen der Lamme und Kriegsschäden erheblich beeinträchtigt. Im 19. Jahrhundert verloren schließlich durch die Gründung industrieller Salinen viele Salzträger ihren Arbeitsplatz. So musste im Jahre 1854 eine Armenkommission gebildet werden.
Der Anschluss Bad Salzdetfurths an das Eisenbahnnetz erfolgte zwischen 1900-1901. Zusätzlich zur Salzgewinnung wurde nach neuen Erwerbsquellen gesucht, z. B. 1857 durch Gründung eines Solebades. Im Jahr 1896 wurde ein Bergwerk zur Kalisalzförderung angelegt.
Der Bedarf an Arbeitskräften konnte nun nicht mehr ausreichend durch die Salzdetfurther Bevölkerung gedeckt werden, so dass von 1905-1925 die Einwohnerzahl von 1777 auf 2288 stieg.
1925 gehörten 8% der Einwohner Salzdetfurths der kath. Kirche an, deren Betreuung zunächst wieder die Pfarrei St. Gallus in Detfurth übernahm. Nach dem 2. Weltkrieg gelangten 1971 Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Bad Salzdetfurth. Allein 60% der Gemeindemitglieder von St. Gallus in Detfurth stammten aus Bad Salzdetfurth, da dort Wohnmöglichkeiten (Erschließung von Neubauvierteln) und Arbeitsplätze in der Kaliindustrie und in einem Werk für Nachrichten-Übertragungstechnik (Antennenbau) vorhanden waren.
Die kath. Gemeinde entwickelte sich so günstig, dass bereits 1961 die Kirche “Zur Hl. Familie” erbaut und eine selbständige Kirchengemeinde gebildet werden konnte. Die Salzdetfurther Kali AG, die aufgrund der bestehenden Kaliverträge die durch die Kaliindustrie entstehenden Kirchen- und Schulbaulasten zu tragen hatte, hat zum Kirchbau einen gewissen Beitrag geleistet, allerdings erst nach gerichtlicher Klärung.
1969 erfolgte schließlich ihre Erhebung zur Pfarrei.
Im Gegensatz zur Nachkriegssituation blieb der Neuzuzug von Katholiken in den 70er Jahren aus. Erst seit Anfang der 80er Jahre sind in Bodenburg, Breinum und Östrum als Wohngemeinden für die Arbeitsstandorte Bad Salzdetfurth, Hildesheim und Bockenem steigende Katholikenzahlen zu beobachten.

Bodenburg St. Laurentius
Wie schon der Name Bodenburg beinhaltet, geht die Entwicklung der späteren Siedlung auf eine gräfliche Burg zurück, die wahrscheinlich im 10. Jahrhundert Graf Bodo erbauen ließ. Die erste Erwähnung von Bodenburg erfolgte 1142 in einer Urkunde des Grafen Meinfried. Nachdem die Familie von Bodenburg im 12. Jahrhundert ausgestorben war, fiel die Grafschaft an den Hildesheimer Bischof. Die Edelherren von Meinersen gelangten in den Besitz der Burg. Als diese im 14. Jahrhundert ausstarben, übertrug der Letzte des Geschlechtes - Domherr Bernhard von Meinersen - 1353 die Bodenburg dem Stift Hildesheim. Die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg erhoben jedoch ebenfalls Ansprüche auf das Meinersche Lehen. Auch nachdem der Hildesheimer Landesherr die Bodenburg als bischöfliches Lehen an die Familie von Steinberg weiter gegeben hatte, blieben ihre Besitzverhältnisse ungeklärt. Letztlich deshalb hatte sich im Jahr 1359 die Familie von Steinberg mit der Bodenburg in den Dienst und unter den Schutz des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg und des Herzogs Ludwig von Braunschweig gestellt. Die adlige Familie ließ sich das bischöfliche Lehen 1359 und 1361 sogar von den Welfenherzögen bestätigen. Die Versuche Bischof Heinrichs III. (1331-1363), die Bodenburg zurückzugewinnen, schlugen fehl. Sie blieb eine Braunschweiger Exklave im Hildesheimer Land.
Kirchlich werden in Bodenburg zwei Gotteshäuser erwähnt: die Pfarrkirche St. Laurentius und die Kapelle St. Johannes Bapt. Die Pfarrrechte von St. Laurentius im Archidiakonat Detfurth werden durch eine Urkunde des Jahres 1207 bestätigt, in der der Pfarrer “Eckehardus de bodenburc sacerdos” erwähnt wird. Der Standort der Johanneskapelle im Ort wird angezweifelt, da sie bis in das 13. Jahrhundert hinein dem Domkapitel unterstellt war.
Im Jahre 1282 wurde die Johanneskapelle vom Hildesheimer Bischof Siegfried II. (1279-1310) an die Familie von Werder übergeben, die dafür dem Bischof das Gotteshaus in Schulenburg überlassen hatte. Der Patron der Pfarrkirche und später auch der Johanneskapelle war ab 1481 die Familie von Steinberg.
Da Bodenburg als Braunschweiger Lehen behandelt wurde, ging der bischöfliche Einfluss auf die Gotteshäuser bald verloren.
Herzog Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel war ein entschiedener Gegner der Reformation. Trotzdem unternahm er den Versuch, ein kath. Kirchenwesen in Unabhängigkeit vom Bistum Hildesheim aufzubauen. Sein Vorhaben ließ sich jedoch nicht realisieren, da Heinrich vom Schmalkaldischen Bund 1542 aus seinem Land vertrieben wurde. Noch im selben Jahr wurde die erste ev. Kirchenvisitation durch Johannes Bugenhagen und Antonius Corvinus durchgeführt. An dieser ersten Visitation nahm auch Heinrich von Steinberg aus Wehrstedt teil. Andere Mitglieder der Familie von Steinberg blieben katholisch. Die Besetzung der Pfarrstelle in Bodenburg ab 1542 mit einem evangelischen Prädikanten ist nicht nachgewiesen.
Nachdem Herzog Heinrich 1547 zurückgekehrt war, blieben seine Rekatholisierungsversuche erfolglos. Erst nach seinem Tod 1568 wurde durch seinen Sohn Herzog Julius II. die Reformation endgültig eingeführt. Ein ev. Prädikant an St. Johannes in Bodenburg wird für das Jahr 1590 bestätigt.
Da Bodenburg eine Braunschweiger Exklave war, wurde es auch nicht vom kaiserlichen Restitutionsedikt betroffen, das die Rückgabe des Großen Stiftes an den Hildesheimer Bischof festlegte. Die Siedlung Bodenburg mit Östrum blieb Braunschweiger Land. Die spätere Schlosskapelle St. Johannes wurde bald Mittelpunkt der luth. Gemeinde.
Das Patronatsrecht über die Johanneskapelle und die Pfarrkirche St. Laurentius stand weiterhin der Familie von Steinberg zu. Später wurden diese Rechte vom Baron von Cramm wahrgenommen.
Johannes Ernst August Philipp von Steinberg ließ im Jahre 1826 die St. Laurentiuskirche in Bodenburg neu erbauen. Ende des 19. Jahrhunderts ließen sich viele Tagelöhner mit ihren Familien, unter ihnen auch Katholiken, in Bodenburg nieder, die einen Arbeitsplatz in der Salzdetfurther Kaliindustrie gefunden hatten.
Die Einwohnerzahl Bodenburgs wuchs nach 1945 durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen von ca. 1200 auf 2500 Gemeindemitglieder an. Die Anzahl der Katholiken verzehnfachte sich.
Die Vikarie, die 1946 in Bodenburg errichtet wurde, umfasste im Jahre 1954 noch 10 Ortschaften mit insgesamt 820 Katholiken.
Neben den Beschäftigungsmöglichkeiten in der ortsansässigen Handschuh- und Zuckerfabrik war der überwiegende Teil der Bodenburger Bevölkerung in der Salzdetfurther Kaliindustrie und später auch in einem Werk für Nachrichtenübertragungstechnik beschäftigt.
Die Suche nach einem Gottesdienstraum erschien zunächst nicht notwendig, da man mit einer verstärkten Abwanderung der Gemeindemitglieder nach Bad Salzdetfurth rechnete. Obwohl ich die Entwicklung der kath. Gemeinde tatsächlich verstärkt in Bad Salzdetfurth vollzog, blieb Bodenburg bis 1961 Pfarrvikarie.
Im Jahr 1961 wurde die Vikarie in die Kirchengemeinde bzw. in die spätere Pfarrei Hl. Familie in Bad Salzdetfurth integriert.
Der kath. Gottesdienst in Bodenburg wurde nun zunächst vom Seelsorger aus Bad Salzdetfurth in der ev. Kirche St. Laurentius gefeiert. Da die erwartete Abwanderung von kath. Christen aus Bodenburg langfristig ausblieb, wurde 1973 die St. Laurentiuskirche der kath. Gemeinde überlassen.

St. Mariä Himmelfahrt, Westfeld
noch in Arbeit
Zum 31. Dezember 2008 wurde die eigenständige Pfarrgemeinde Westfeld aufgelöst und mit Wirkung zum 01. Januar 2009 der Pfarrgemeinde Heilige Familie Bad Salzdetfurth zugepfarrt.