Katholische Kirchengemeinde

St. Marien, Alfeld/Leine

mit: Guter Hirt, Duingen,
St. Joseph, Delligsen,
St. Bernward, Everode und
Mariä Geburt, Winzenburg

Kirchen / Gottesdienste
Hauptamtliche
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Caritasbüro & Schuldnerberatung
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kath. öffentliche Bücherei
Geschichte

Kirchen / Gottesdienste

Adressen der Kirchen:

  • St. Marien; Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
  • St. Joseph; Schulstraße 10a; 31037 Delligsen
  • Guter Hirt; Ebertstraße 14; 31089 Duingen
  • St. Bernward; Koppelweg, 31085 Everode
  • Mariä Geburt; Lamspringer Straße 5, 31088 Winzenburg

Kirche St. Marien Alfeld
Alfeld / Leine

Kirche St. Joseph, Delligsen
Delligsen

Kirche Guter Hirt, Duingen
Duingen

Kirche St. Bernward Everode
Everode

Kirche Mariä Geburt, Winzenburg
Winzenburg
Regelmäßige Gottesdienste:
ab dem 01. August 2017
montags: 18:45 Uhr Vesper in Alfeld
dienstags: 08:30 Uhr Hl.Messe in Duingen (1. Dienstag im Monat)
17:00 Uhr Hl.Messe in Delligsen (2.-5. Dienstag im Monat während der Winterzeit)
18:00 Uhr Hl.Messe in Delligsen (2.-5. Dienstag im Monat während der Sommerzeit)
mittwochs: 09:00 Uhr Hl.Messe in Alfeld
15:00 Uhr Seniorengottesdienst in Delligsen (ca. 6* im Jahr)
donnerstags: 09:00 Uhr Hl.Messe in Delligsen
15:00 Uhr Seniorengottesdienst in Alfeld (ca. 6* im Jahr)
15:00 Uhr Seniorengottesdienst in Duingen (3. Donnerstag im Monat)
17:00 Uhr Hl.Messe in Everode (während der Winterzeit)
18:00 Uhr Hl.Messe in Everode (während der Sommerzeit)
freitags: liturgische Feier an unterschiedlichen Kirchorten
samstags: 18:00 Uhr Hl.Messe in Duingen (14-tägig ungerade Kalenderwochen)
18:00 Uhr Hl.Messe in Everode (14-tägig gerade Kalenderwochen)
sonntags: 09:00 Uhr Hl.Messe in Delligsen (14-tägig gerade Kalenderwochen)
09:00 Uhr Hl.Messe in Winzenburg (14-tägig ungerade Kalenderwochen)
10:30 Uhr Hl.Messe in Alfeld
10:30 Uhr Junge Kirche in Alfeld (2. Sonntag im Monat)
17:00 Uhr Eucharistische Anbetung in Delligsen (3. Sonntag im Monat)

Hauptamtliche
Pfarrer: Martin Brzenska; Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Tel: (05181) 1292; Fax: (05181) 900323
eMail: mbrzenska@aol.com

Pfarrer i.R.:
Manfred Barsuhn; Ebertstraße 14; 31089 Duingen
Tel: (05185) 9573586
eMail: manfred-barsuhn@t-online.de

Diakon:
Kirill Buslov; Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Tel: (05181) 805868; Fax: (05181) 900323
eMail: diakon-alfeld@t-online.de

Gemeindereferentin: Patricia Fink; Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Tel: (05181) 8290256; Fax: (05181) 900323
eMail: gem.ref-alfeld@t-online.de

Pastoralreferent: Reinhard Martynus; Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Tel: (05181) 805 867; Fax: (05181) 900323
eMail: past-ref.martynus@t-online.de

Pfarrbüros
Haupt - Pfarrbüro
Adresse: Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Tel: (05181) 1292; Fax: (05181) 900323
eMail: st.marien-alfeld@t-online.de
Sekretärin: Frau Stoffregen
Öffnungszeiten:
dienstags:
mittwochs:
donnerstags:
freitags:
15:00 Uhr - 18:00 Uhr
09:00 Uhr - 11:00 Uhr
09:00 Uhr - 12:00 Uhr
09:00 Uhr - 12:00 Uhr
Büro St. Joseph Delligsen
Adresse: Schulstraße 10a; 31037 Delligsen
Tel: 0170 7620340
Sekretärin: Frau Brokopp
Öffnungszeiten:
dienstags:
donnerstags:
17:30 Uhr - 18:30 Uhr
09:30 Uhr - 10:30 Uhr
Büro Guter Hirt Duingen
Adresse: Ebertstraße 14; 31089 Duingen
Tel: (05185) 352; Fax: (05185) 602 882
eMail: GuterHirt@t-online.de
Sekretärin: Frau Ruhland
Öffnungszeiten:
dienstags:
donnerstags:

08:00 Uhr - 09:30 Uhr
08:00 Uhr - 09:30 Uhr
Caritasbüro & Schuldnerberatung
Adresse: Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Tel: (05181) 1251; Fax: (05181) 900323
eMail: alfeld@caritas-hildesheim
Logo Caritas
Fachberaterin: Frau Schulz
Öffnungszeiten:
dienstags:
donnerstags:

09:00 Uhr - 12:00 Uhr
11:30 Uhr - 13:00 Uhr
Schuldnerberatung: Herr Kaltenhäuser (Terminvereinbarung über das Caritasbüro Alfeld)
Katholische öffentliche Bücherei
Adresse: Marienstraße 1; 31061 Alfeld / Leine
Leiterin: Frau Klaus (Kontakt über das Pfarrbüro Alfeld)
Öffnungszeiten:
dienstags:
sonntags:

11:30 Uhr - 13:30 Uhr
11:30 Uhr - 12:15 Uhr
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Geschichte der Pfarrgemeinde

St. Marien, Alfeld
Bei der Entwicklung von Alfeld wird zwischen der Stadt und einer Siedlung, dem sog. “Alten Dorf”, unterschieden. Das Alte Dorf lag in unmittelbarer Nähe einer bischöflichen Schutzburg, die Bischof Hezilo (1054-1079) erbauen ließ, nachdem er im Jahr 1068 durch Kaiser Heinrich IV. (1050-1106) die Grafschaftsrechte u.a. im Aringo erhalten hatte. Die Burg wurde durch umliegende Wirtschaftshöfe versorgt, die von einem bischöflichen “villicus” bzw. später von einem Vogt verwaltet und zum größten Teil von Hörigen bewirtschaftet wurden.
Das Alte Dorf, als Sitz eines Gaugerichtes, verfügte bereits vor der “Burgsiedlung” über die Pfarrkirche St. Georg. Die Entwicklung Alfelds steht in Verbindung mit der Gründung der Haupt- und Taufkirche St. Nikolaus im 12. Jahrhundert. Vom Pfarrbezirk Groß Freden im Missionsbereich von Elze wurde in der 2. Hälfte des 11.Jh. das kirchliche Zentrum “des alten Bannes Freden” nach Alfeld verlegt. Das am rechten Leineufer erbaute Gotteshaus bot, wie die bischöfliche Burg, auch Schutz vor dem Hochwasser der Leine sowie bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Sie war dem Hl. Nikolaus geweiht, dem Schutzheiligen der Seefahrer (Schiffahrtsweg Leine), Gewandschneider und Leineweber, die in Alfeld besonders stark vertreten waren.
Das Archidiakonat Alfeld wird im Jahr 1205 urkundlich nachweisbar. Zu ihm gehörten ursprünglich 18 Pfarreien mit Alfeld, Altes Dorf, Röllinghausen, Gerzen, Limmer, Langenholzen, Sack, Groß Freden, Imsen, Föhrste, Arnhausen, Eimsen, Delligsen, Warzen, Brunkensen, Sibbesse, Ammenhausen und Hörsum an. Die Patronatsrechte über die Pfarrei St. Nikolaus behielt sich auch nach deren Inkorporation in das Kloster Marienrode 1355 der Hildesheimer Bischof vor. 1305 wird Ernst von Hagen als erster Archidiakon von Alfeld genannt, während der erste Priester mit “Mgr. Ricardus plebanus in Alvelte” 1236 urkundlich greifbar wird.
Seit der Verlegung der Haupt- und Taufkirche entwickelte sich Alfeld zur Stadt. So spricht Bischof Siegfried I. (1216-1221) in einer Urkunde 1221 von besonderen Rechten der “villiam Alvelde” und schließlich werden 1258 die burgenses, d.h. die Bürger der Stadt Alfeld, erwähnt.
Stadtgründer und Stadtherr von Alfeld war der Hildesheimer Bischof, der durch seinen Vogt die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Sitz des Vogtes war die Burg bzw. das spätere Schloß vor dem Leinetor der Stadt. Neben der Gerichtsbarkeit des Bischofs, der noch im Jahre 1358 Privilegien an Hinzuziehende vergab, trat seit der 2. Hälfte des 13. Jh. der Rat, der mit zwei Bürgermeistern (“consules et universitas Civitum in alvelde”) an der Spitze der Bürgerschaft stand.
Der Burgflecken, Archidiakonatssitz und spätere Marktort Alfeld hatte sich im Spätmittelalter durch das Handwerk und den Handel auf der Leine zu einer wohlhabenden Stadt entwickeln können. Alfeld war das Resultat einer gezielten bischöflichen Kolonisation im Leinetal.
Die Volksfrömmmigkeit in der städtischen Gesellschaft äußerte sich auch in Alfeld in der Gründung von Kalandbruderschaften. In 6 Hospitälern wurden arme und kranke Stadtbewohner versorgt. Dem Hospital St. Spiritus war z. B. die Marienkapelle, dem Männer- und Frauenhospital St. Paulus bzw. nach dessen Wiederaufbau St. Marien, dem Hospital Hl. Geist die Bartholomäuskapelle und dem Siechenheim St. Elisabeth angeschlossen. Als Ordensgemeinschaft in Alfeld sind die Terminaner-Augustiner hervorzuheben.
Durch die für den Bischof verlorengegangene Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) gelangte Alfeld im Amt Winzenburg laut den Bestimmungen des Quedlinburger Rezesses an das Herzogtum Braunschweig. Kirchlich strebte dort der Herzog Heinrich d. J. den Aufbau eines katholischen Landeskirchenregimentes in Unabhängigkeit vom Hildesheimer Bischof an. Sein Sohn, der lutherische Herzog Julius II. erhielt später aufgrund des Hildesheimer Rezesses von 1570 das “jus conferendi” über die Archidiakonatskirche St. Nikolaus vom Abt des Klosters Marienrode.
Zuvor war Herzog Heinrich 1542 von den Protestanten im Schmalkaldischen Bund aus seinem Herzogtum vertrieben worden. Die Bundesgenossen nutzten die Abwesenheit des Herzogs zur Durchführung einer ev. Kirchenvisitation. Im Oktober 1542 wurde auch Alfeld visitiert. Die Bestimmungen der Kommission, der u. a. auch Antonius Corvinus und Johann Bugenhagen angehörten, sahen zunächst die Einsetzung eines ev. Geistlichen und die Regelung seiner Besoldung vor. So konnte noch im Jahr der Visitation ein ev. Geistlicher namens Heinrich Vogelmann in Alfeld eingesetzt werden. Die Umwandlung zu einer Superintendantur bedeutete die Übernahme von kath. Strukturen (Archidiakonat) beim Aufbau der ev. Landeskirche. Die offizielle Annahme der Reformation durch Rat und Bürgerschaft war bereits 1542 erfolgt. Ein aufgezwungener Religionswechsel durch den Schmalkaldischen Bund scheint für Alfeld nicht zutreffend. Nach der Visitation wurden bald die Kirchen für den kath. Gottesdienst geschlossen und die kath. Geistlichen aus der Stadt vertrieben. Diese Zwangsmaßnahmen betrafen auch die kath. Lateinschule, die seit dem 13. Jh. Jungen für die Mitwirkung an den Gottesdiensten vorbereitet hatte.
Als Herzog Heinrich d. J. 1547 in sein Herzogtum zurückkehren konnte, blieben seine Rekatholisierungsversuche auch in Alfeld gegenüber dem Stadtrat ohne Erfolg. Nach dem Tode des Herzogs gelangte im Jahre 1568 sein Sohn Julius II. von Braunschweig an die Regierung. Er erließ für Alfeld eine zweite ev. Kirchenordnung und führte sie durch.
Die Restitution des Großen Stiftes an den Hildesheimer Bischof 1643 hatte auf den konfessionellen Besitzstand der Stadt kaum Auswirkungen. Vielmehr sicherte das im Westfälischen Frieden festgelegte “Normaljahr” von 1624 endgültig die ev. Zugehörigkeit der Stadt, jedoch unter einem kath. Landesherrn. Fürstbischof Ferdinand (1612-1650) versuchte ab 1630, den kath. Glauben in der Bevölkerung wieder zu festigen; kath. Gottesdienste wurden jedoch ab 1633 ständig behindert. Auch die Bemühungen Fürstbischof Ferdinands, eine Niederlassung des Franziskanerordens auf dem sog. “Mönchhof” in Alfeld, der dem Kloster Marienrode gehörte, einzusetzen, kamen nicht zur Ausführung. Im Jahre 1697 kaufte schließlich Fürstbischof Jobst Edmund (1688-1702) den Mönchhof, obwohl er eine Ordensniederlassung dort nicht einsetzen konnte.
In und um die Ackerbürger- und Handwerkerstadt Alfeld wurde seit dem MA Hopfen angebaut, der auf der Leine in die Brauereien der Umgebung gelangte. Gehandelt wurde auch mit dem Papier aus der seit 1706 bestehenden Papiermühle, deren Aufbau Ursache für den Zuzug vieler kath. Familien war. Infolge der Industrialisierung (holz- und metallverarbeitende Industrie, Eisenbahnanschluß 1853) hatte sich Mitte des 19. Jh. eine kath. Gemeinde bilden können, für die Gottesdienst in Winzenburg gefeiert wurde. Da die Kirche nur nach einem zweistündigen Fußmarsch zu erreichen war und die Gemeinde ständig anwuchs, wurde unter Bischof Eduard Jakob Wedekin (1849-1870) ein Haus in der Stadt erworben, in dem neben der kath. Schule und der Wohnung des Geistlichen auch eine Kapelle eingerichtet werden konnte. Am 13. Juli d. J. 1852 wurde die Kapelle mit dem Doppelpatrozinium Unserer Lieben Frau und des Hl. Bonifatius geweiht.
Im selben Jahr konnte nach ministerieller Erlaubnis die Kaplanei von Winzenburg nach Alfeld verlegt und dort eine Schulvikarie eingerichtet werden. Auch wurde die sog. “Schulenburger Kapelle”, d. h. die Ende des 15. Jh. erbaute Marienkapelle des Paulushospitales, erworben. Die Kapelle war Marienwallfahrtsort (Marienbildnis). Nach dem Abbruch des Paulushospitales erfolgte 1857 eine Renovierung der Kapelle. Schutzpatrone blieben die Hl. Jungfrau Maria und der Hl. Bonifatius.
Schon während des Kulturkampfes wurde St. Marien (ca. 200 Gemeindemitglieder) durch Bischof Wilhelm Sommerwerck (1871-1905) 1895 zur Pfarrei erhoben. Für die Gemeinde im Industriezentrum Alfeld war das Gotteshaus bald zu beengt, so dass 1902 die Pfarrkirche “Zum Hl. Herzen Mariä” erbaut wurde.
Mit dem Strom der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge gelangten bis 1947 ca. 1000 kath. Christen nach Alfeld. In den umliegenden Landgemeinden war der Anstieg der Katholikenzahlen noch gravierender. In den 17 Dörfern, die St. Marien angeschlossen waren, erhöhte sich der prozentuale Anteil der Katholiken um 90%. Die Abwanderung von kath. Flüchtlingsfamilien blieb aus, da in Alfeld auch für die umliegende Landbevölkerung jetzt Arbeitsplätze in der Metallindustrie zur Verfügung standen.
Kirchlich wurde St. Marien 1958 Mittelpunkt des neugebildeten Doppeldekanates Alfeld-Gronau. Die Stadtgemeinde wurde als kirchliches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum in der Bistumsorganisation hervorgehoben. Bereits vor der Eingemeindung der 15 Landgemeinden 1974 in die Kreisstadt Alfeld umfasste der Pfarrsprengel von St. Marien, mit zwei Ausnahmen, diese Ortschaften.
Nach der Verwaltungs- und Gebietsreform 1974 wurde die kirchliche Struktur der politischen Organisation weitgehend angepasst. Im Jahr 1977 wurde Alfeld als Kreisstadt aufgehoben. Eine deshalb befürchtete Verlegung von Industriebetrieben blieb aus. Auch die Gemeindestatistik von St. Maria läßt keine nennenswerte Abwanderung in diesem Zeitraum von kath. Familien aus der Stadt und den umliegenden Landgemeinden erkennen.
Für die Pfarrgemeinde, die sich auch gegenwärtig vor allem aus “Industriearbeitern” zusammensetzt, wurde im Jahre 1969 der Neubau eines Gotteshauses notwendig. Anstelle der 1905 erbauten und baufällig gewordenen Kirche konnte 1971 ein neues Gotteshaus mit Gemeindezentrum (Pfarrheim) errichtet werden.
Im Dezember 2002 wurde das bisherige katholische Dekanat Alfeld-Gronau mit dem Stiftsdekanat Bockenem-Detfurth zusammengelegt. Es entstand das neue Dekanat Alfeld-Detfurth.
Im Oktober 2006 bekam die Kirche ihren langersehnten Glockenturm, der bei dem Neubau 1971 der Kirche mit geplant, aber nicht realisiert wurde. Mit dem Turm konnte die Glocke, die seit über 35 Jahre schweigend im Innenhof stand, wieder zum Gottesdienst rufen.
Zum 31. Oktober 2006 wurde die Pfarrei aufgelöst. Am 01. November 2006 wurde eine neue Pfarrgemeinde St. Marien Alfeld / Leine gegründet, zu der die bis dahin 4 selbstständigen Pfarrgemeinden Alfeld (St. Marien), Delligsen (St. Joseph), Duingen (Gute Hirt) und Winzenburg (Mariä Geburt mit St. Bernward Everode) gehören.

St. Joseph, Delligsen
Einer der Lehnsherren in Delligsen war das Kloster Corvey, in dessen Güterverzeichnis die Siedlung in den Jahren von 836 bis 1037 erwähnt wird. 1350 erwähnt der Abt des Klosters die Familie von Rössing, die ihm u. a. Grundbesitz in der Herrschaft Hohenbüchen überlassen habe. Da auch Delligsen zu dieser Herrschaft gehörte, kann Rössinger Grundbesitz hier nicht ausgeschlossen werden. Die Siedlung gehörte zum Gericht Greene in der Herrschaft Hohenbüchen, ab 1311 zur Herrschaft Homburg, die im Jahre 1507 als Lehen des Klosters Corvey an das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel fiel. Neben dem ortsansässigen Adel der Familie von Delligsen hatten u.a. das Kloster Lamspringe (1149), der Hildesheimer Dompropst (1159-1161), die Grafen von Everstein (1298) und das Alexanderstift in Einbeck (1389) im Dorf Besitzungen. Den Edlen von Homburg gehörte in den Jahren 1365-1386 der Zehnte der Siedlung, der durch Verpfändung im 18. Jh. auf die Hildesheimer Andreaskirche überging. Die Siedlung lag vermutlich im Gau “Wikanauelde”, in dem kirchlich die Diözesanrechte der Bistümer Mainz, Paderborn, Minden und Hildesheim galten. Delligsen gehörte zum Bistum Hildesheim in das Archidiakonat Alfeld zur Haupt- und Taufkirche St. Nikolaus. Als Patron der Delligsener Kirche, die wahrscheinlich der Gottesmutter geweiht war, wird um 1344 die Familie von Rössing genannt. Später werden die Familien Hanensee, Bortfeld und ab 1686 die Herren von Cramm als Patronats- und Vogteiinhaber nachweisbar. Eine Eigenkirchengründung des Klosters Corvey oder der entsprechenden Adelsfamilien kann in Delligsen nicht nachgewiesen werden. Für eine gewisse “Pfarrselbständigkeit” von St. Maria steht die Erwähnung des ortsansässigen Priesters Johann von Bockenem im Jahre 1357. Ihr Pfarrsprengel soll die Siedlung Kaierde mit der Kapelle St. Laurentius umschlossen haben. Im 18. Jh. entstanden im östlichen Bereich von Delligsen die Siedlungen Karls- und Hammerhütte, wo Eisenerz gewonnen wurde. Im südlichen Bereich der Ortschaft lag bereits während des MA das Gut Düsterntal.
Durch die Reformationsbestrebungen der Welfenherzöge, des Landadels und der Städte waren auch die Archidiakonate im Bistum Hildesheim letztlich handlungsunfähig geworden. Dies galt besonders für Gemeinden und Pfarreien, die sich außerhalb des Diözesangebietes befanden, wie Delligsen, das lediglich kirchlich zum Bistum Hildesheim gehörte, während die Staatsgewalt vom Herzogtum Braunschweig ausging. Darüber hinaus war die direkte kirchliche Verbindung des Bistums zu seinen außerdiözesanen Gebieten seit dem Verlust des Großen Stiftes durch den Quedlinburger Rezeß von 1523 unterbrochen. Denn da das Große Stift unter den Welfenherzögen aufgeteilt wurde, war auch die Verbindung der Braunschweiger Gemeinden in den Hildesheimer Archidiakonaten zum Bistum unterbrochen worden. Nach der Vertreibung des kath. Herzogs Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel wurden durch den Schmalkaldischen Bund in den Jahren 1542 und 1544 ev. Kirchenvisitationen im Herzogtum durchgeführt. Im Protokoll der Visitationskommission von 1544 wird unter Delligsen lediglich ein “arrendaricus” (Pächter) der Pfarrei erwähnt. Erste Hinweise über einen ev. Pfarrer stammen aus dem Jahre 1568. Die Konfession des Pfarrers wird durch die Patronatsinhaber, wie die ev. Familien Hanensee und Bortfeld, und durch die erfolgreiche Einführung der Reformation 1568 eindeutig bestimmt. Mit dem Ausbau des landesherrlichen Kirchenregimentes wurde die ev. Religionszugehörigkeit zur “Staatskonfession”. Für die kath. Bevölkerung bestand laut den Bestimmungen des Augsburger Religionsfriedens von 1555 nur die Möglichkeit ihren Besitz zu verkaufen und das Herzogtum zu verlassen. Nachdem die Familie von Cramm die Patronatsrechte 1686 über das im selben Jahr durch einen Brand vernichtete Gotteshaus wahrnahm, blieben die erneuten Versuche des Fürstbischofs, die Pfarrei wieder für die kath. Kirche zurückzugewinnen, ohne Erfolg.
Seit der Regierungsübernahme durch Herzog Karl I. (1735-1780) wurde infolge der merkantilistischen Wirtschaftspolitik im Herzogtum Braunschweig in Delligsen 1736 die Herzog-Karlshütte zur Verarbeitung von Eisenerz errichtet, eine Ziegelei 1745. Bereits 1691 war die Gründung einer Papiermanufaktur vorausgegangen. Es läßt sich nicht exakt ermitteln, wie viele kath. Arbeiter das Beschäftigungsangebot in Delligsen, nun dem Amt Gandersheim zugehörig, nutzten; ihre Ansiedlung wurde aber vermutlich auch durch die liberale Haltung Herzog Karls I. gegenüber der kath. Kirche unterstützt.
Durch die Landschaftsordnung von 1832 im Herzogtum Braunschweig wurde praktisch das ev. Landeskirchenregiment aufgelöst und die Religionsfreiheit der anerkannten Konfessionen garantiert. Zwei Jahre später wurde durch das Unionsdekret die Seelsorge im Herzogtum wieder dem Bistum Hildesheim zugeordnet. Die freie Religionsausübung und die Gründung kath. Pfarreien war jedoch von der Zustimmung des Staates abhängig, der dann von 1867-1902 während des Kulturkampfes die Rechte der kath. Kirche erheblich einschränkte. So gab es im ganzen Kreis Gandersheim keine kath. Gottesdienststation. Die Katholiken, die seit der Jahrhundertwende z. B. durch die Einrichtung der Bahnstation im Jahre 1901 oder durch die Gründung des Kalkwerkes 1907 in den Industrieflecken Delligsen gelangten, wurden seit 1909 von der Pfarrei Alfeld aus betreut.
Mit dem Flüchtlingsstrom aus dem Osten kamen zunächst ca. 1000 Katholiken nach Delligsen und in die umliegenden Gemeinden wie Ammensen, Grünenplan, Kaierde und Varrigsen. Die sich bildende kath. Pfarrvikarie im Ort bestand somit fast ausschließlich aus Heimatvertriebenen und Flüchtlingen. Mit dem Vertriebenenstrom kam 1946 ein katholischer Geistlicher nach Delligsen, der den Auftrag erhielt, die seelsorgliche Betreuung des neugebildeten Seelsorgebezirkes Delligsen zu übernehmen. Die Pfarrei Alfeld hatte später die Betreuung der Katholiken in Delligsen an Bad Gandersheim übergeben müssen; denn während Alfeld dem gleichnamigen Kreis angehörte und im Dekanat Nörten organisiert war, gehörte Delligsen im Landkreis Gandersheim zum Dekanat Braunschweig. Rechtlich hatte Delligsen jedoch niemals zur Pfarrei Alfeld gehört. Erst seit 1958 sind Alfeld und Delligsen im Dekanat Alfeld-Gronau vereint. Politisch ging der Landkreis Alfeld 1977 im Kreis Hildesheim auf, während Delligsen zum Landkreis Holzminden und Gandersheim zum Landkreis Northeim kamen. Da kein kath. Gotteshaus in Delligsen vorhanden war, mußte die Heilige Messe in der evangelischen und der neuapostolischen Kirche gefeiert werden, aushilfsweise auch in einem Gaststättensaal. Der Versuch der Katholiken, 1947 eine Holzbaracke zu mieten, schlug fehl.
Die Sozialstruktur dieser kath. Gemeinde weist vor allem in der Nachkriegszeit auf Land- und Industriearbeiter hin, die in der Eisengießerei, der Herd- und der Papierfabrik Arbeitsplätze fanden. Die Abwanderung von kath. Arbeitskräften blieb daher aus.
Nach der Gründung des Delligsener Kirchenbauvereines 1957 konnte in den Jahren 1958-1959 der Bau einer kath. Kirche im Ort erfolgen, die als Schutzpatron den Hl. Joseph erhielt. Die Hl. Hedwig wurde, als Zeichen der besonderen Verbundenheit der Flüchtlingsgemeinde zu einer Nebenpatronin.
Der Erhebung zur Kirchengemeinde 1959 schloß sich schließlich die Erhebung 1976 zur Pfarrei an. Grünenplan ist heute (nach Delligsen) die größte Einzugsgemeinde von Katholiken in der Pfarrei St. Joseph. Der durch die Glasindustrie bekannte Ortsteil ist heute als Erholungsort sehr beliebt. Die Pfarrgemeinde wurde zum 31.Oktober 2006 aufgelöst und gehört seit dem 01. November 2006 zur neugegründeten Pfarrgemeinde St. Marien Alfeld / Leine

Guter Hirt, Duingen
noch in Arbeit
Die Pfarrgemeinde wurde zum 31.Oktober 2006 aufgelöst und gehört seit dem 01. November 2006 zur neugegründeten Pfarrgemeinde St. Marien Alfeld / Leine

Everode St. Bernward
Das Gotteshaus in Everode übertrug Bischof Bernward (993-1022) dem Michaeliskloster in Hildesheim. Seit 1306 nahmen jedoch Bischof Siegfried II. (1279-1310) und einige seiner Nachfolger die beim Kloster liegenden Patronatsrechte dieser Kirche für sich in Anspruch. Im 12. Jahrhundert muß die Everoder Kirche im Archidiakonat Wetteborn über “Pfarrechte” verfügt haben, da sie 1140 als “Mutterpfarrei” von der Kapelle in Hasekenhausen beschrieben wird. Daß die Kirche der Hl. Cäcilia geweiht war, kann lediglich vermutet werden, da nur der unsichere Hinweis auf den Cäcilientag als Termin für die jährliche Pflichtzahlung auswärtiger Parochien an die Mutterpfarrei vorhanden ist. Aufgrund des Quedlinburger Rezesses von 1523 gelangte Everode im Amt Winzenburg an das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel. Nach der Vertreibung des kath. Herzogs Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel aus seinem Land durch die protestantischen Herzöge 1542 wurde im selben Jahr eine ev. Kirchenvisitation durchgeführt. Das Patronat der Pfarrei in Klein Freden war laut Visitationsprotokoll von “den Männern zum Lehen gegeben”. Letztlich wurde mit der Regierungsübernahme des überzeugten Lutheraners Herzog Julius II. 1568 die Reformation durchgeführt. Nach schwierigen Verhandlungen auf Reichsebene gelangte 1643 das Große Stift, so auch Everode, unter die Regierung des Hildesheimer Bischofs zurück; dabei war allerdings der ev. Besitzstand der Pfarrei Everode durch die Normalsjahrsbestimmung von 1624 garantiert. Nach der abgeschlossenen Reformation sah sich hier die luth. Gemeinde als “Rechtsnachfolgerin” der kath. Pfarrei mit ihren Pfarr- und Patronatsrechten. Die kath. Reformmaßnahmen gingen seit Mitte des 17. Jh. von der Amtspfarrei Winzenburg aus. In Everode konnte 1694 im Hause des Försters eine Kapelle eingerichtet werden. Die Seelsorge hatte zunächst ein Zisterziensermönch aus Neuenzelle (Unterlausitz) übernommen. Zwischen der ev. Gemeinde und der fürstbischöflichen Regierung kam es über die Glocken in der ehemaligen kath. Pfarrkirche zu erheblichen Streitigkeiten. Als rund 100 Jahre später die baufällige kath. Kapelle abgerissen und die Katholiken im Jahre 1792 durch einen Kapellenbaufond einen Neubau anstrebten, wurde seitens der ev. Landstände auf den Hildesheimer Religionsrezeß von 1711 hingewiesen, der Neubauten und Neugründungen von kath. Kirchen und Pfarreien untersagte.
Die kath. Bevölkerung in Everode wuchs seit Ende des 18. Jahrhunderts an, da Arbeitsmöglichkeiten im Everoder Forst, in der Leineweberei, der Gemeindeziegelei (1798), der Gipsbrennerei und in der Zigarrenfabrik (1866) vorhanden waren. Eine Kapelle erhielt die Gemeinde erst 1908, sie wurde dem Hl. Bischof Bernward von Hildesheim geweiht.
Nach 1945 ließen sich nur wenige kath. Heimatvertriebene und Flüchtlinge in Everode nieder. Die kleine Gemeinde bestand daher hauptsächlich aus “einheimischen” Katholiken. Die Kapellengemeinde wurde von der Pfarrgemeinde Winzenburg betreut.

St. Hedwig, Freden
noch in Arbeit
Die Kiche St. Hedwig wurde am 19. Februar 2005 profanisiert.

Mariä Geburt, Winzenburg
Die Gemeinde Winzenburg entwickelte sich im MA aus der in unmittelbarer Nähe gelegenen Siedlung Hasekenhausen. Die strategisch wichtige Burg, die den Eingang zum Leinetal in den Ambergau sicherte, war im 11. Jahrhundert stiftshildesheimisches Lehen. Über das eigentliche Alter der Burg und ihren Lehnsfall an den Hildesheimer Bischof sind keine gesicherten Nachrichten vorhanden. Sicher ist erst, daß Bischof Udo (1079-1114) vor 1109 seinen Neffen Hermann I. von Winzenburg die Burg zum Lehen gab. Die Grafen von Winzenburg verfügten später über beachtlichen Besitz im Südwesten des Bistums. Ihre Grafenrechte blieben jedoch auf den Burgbereich beschränkt. Nach dem Tode Hermann II. von Winzenburg 1152 fiel die Burg wieder an den Hildesheimer Bischof zurück. Bischof Bernhard I. (1130-1153) ließ sich sogar eine päpstliche Bulle ausstellen, die jede Veräußerung, Verpfändung oder Verleihung der Winzenburg untersagte. Mit Bischof Heinrich III. (1331-1363) begann jedoch eine Epoche der Verpfändung der Burg, u. a. an den Hildesheimer Stiftsadel.
Das Vorhandensein einer Burgkapelle ist wahr-scheinlich, da seit dem Jahre 1230 eigene Burgkapläne - “Verno sacerdos in Wynsenburch” -nachweisbar waren. Die Siedlung Hasekenhausen wird im Jahre 1140 urkundlich erwähnt, indem Bischof Bernhard I. und der Abt des Michaelisklosters in Hildesheim den Bauern der Siedlung gestatteten, ein Gotteshaus auch als Zufluchtsort gegen feindliche Einfälle in Hasekenhausen zu erbauen. Diese Kapelle war dem Pfarrsprengel der St. Cäciliakirche in Everode angeschlossen. Der Pfarrer zu Everode sollte sich deshalb der neuen Kapelle mit gleicher Sorgfalt annehmen, wie seiner eigenen Kirche. Zunächst wurde die neuerbaute Kapelle der Hl. Jungfrau Maria geweiht, später werden auch die Hl. Märtyrerinnen Euphemia und Euphrasia als Schutzpatroninnen genannt. Im Archidiakonat Wetteborn beanspruchte Bischof Siegfried II. (1279-1310) Anfang des 14. Jahrhunderts vom Kloster St. Michael in Hildesheim die Patronatsrechte über die Pfarrkirche in Everode mit ihrer angeschlossenen Filiale St. Maria in Hasekenhausen. Seit dem Tausch der bischöflichen Patronatsrechte in Steinwedel an das Kloster waren die Patronatsrechte der Pfarrkirche in Everode 1302 an den Bischof von Hildesheim übergegangen.
Burg und Amt Winzenburg gelangten nach der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-1523) in den Besitz Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Schmalkaldischen Krieg wurde die Burg und die Siedlung Hasekenhausen 1542 durch die ev. Bundesgenossen völlig zerstört, so daß die Bevölkerung nach Everode flüchten mußte. Nach der Regierungsübernahme im Land Braunschweig-Wolfenbüttel durch Herzog Julius II. im Jahre 1568 wurde die Reformation auch in Everode endgültig eingeführt. Anstelle der verwüsteten Siedlung Hasekenhausen ließ der Herzog das Amtshaus Winzenburg mit einer Kapelle für den ev. Gottesdienst erbauen. Um das Amtshaus herum begann sich eine Siedlung zu entwickeln. Mit der Restitution des großen Stiftsgebietes 1643 an den Hildesheimer Fürstbischof Ferdinand (1612-1650) gelangte auch das Amt Winzenburg wieder unter die Regierungsbefugnisse des Hildesheimer Oberhirten. 1646 wurde im Amtshaus ein kath. Geistlicher besonders für die Einwohner Everodes angestellt. Obwohl die Normaljahrsbestimmung von 1624 auch in Everode den ev. Bekenntnisstand garantiert hatte, war im Jahre 1690 die Hälfte der Bevölkerung wieder katholisch; denn seit 1646 hatten die Benediktinermönche aus St. Michael in Hildesheim die Seelsorge in Winzenburg und Umgebung übernommen. Die Patronatsrechte der wiedererrichteten Pfarrei Winzenburg waren dem Kloster von Fürstbischof Maximilian Heinrich (1650-1688) 1654 übertragen worden. Das neue Gotteshaus der Amtspfarrei St. Maria wurde 1701 erbaut, da im Jahr 1699 das Dach der alten Kapelle eingestürzt war.
Im Jahre 1691 war zwischen Freden und Winzenburg eine Eisenhütte gegründet worden. Auch am Westerberg und Schildhorst in der Nähe von Winzenburg nahmen zwei Glashütten 1744 und 1793 die Produktion auf. Durch die Einrichtung dieser “Arbeitsstätten” wuchs die kath. Bevölkerung in den Gemeinden Klump, Westerberg, Teichmühle, Schildhorst, Haus Freden und Leinekamp erheblich an, während Winzenburg noch 1823 eine Domäne mit 158 Einwohnern war. Die Amtspfarrei St. Maria blieb auch nach der Säkularisation weiterhin bestehen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts war durch die Holzfabriken in Winzenburg und den umliegenden Ortschaften die kath. Bevölkerung so stark angewachsen, daß im Jahre 1822 die Anstellung eines Kaplans erfolgte. Diese Kaplansstelle wurde mit ministerieller Erlaubnis 1852 nach Alfeld verlegt. Die Pfarrseelsorge war seit 1835 auf Winzenburg und Everode beschränkt worden, da die Gemeinde Winzenburg mit den dazugehörigen Dörfern Klump, Westerberg, Teichmühle, Schildhorst, Haus Freden und Leinekamp (Bahnwärterhaus) im Jahr 1885 270 Einwohner zählte. Die 1701 erbaute Kirche entsprach damit nicht mehr der Gemeindegröße, so daß 1855-1861 eine neue Pfarrkirche erbaut wurde. Die Klosterkammer als Nachfolgerin des Michaelisklosters ist seit der Säkularisation 1803 für den baulichen Zustand der Kirche Mariä Geburt verantwortlich.
Durch die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge wuchs auch die St. Marien-Gemeinde nach 1945 erneut an. Im Jahre 1955 wurden 1330 Katholiken seelsorglich betreut. In den nächsten Jahren zogen kaum kath. Familien fort, da besonders in Freden (Holz-, Spielzeugindustrie, Maschinen- und Stahlbau, Tief- und Gleisbau, Metallgießereien, Papier- und Glasfabrik) Arbeitsplätze vorhanden waren. So setzte sich die Pfarrei überwiegend aus Industriearbeitern und selbständigen Handwerkern zusammen. Vor dem Bau der St. Hedwigskirche in Freden waren im Zentrum der Gemeinde die Pfarrkirche St. Mariä Geburt und die Bernwardskapelle in Everode vorhanden. In den restlichen Ortschaften, die zur Pfarrei gehörten, wie Eyershausen, Meimerhausen, Ohlenrode, Wetteborn und Winzenburg mit den Ortsteilen Klump, Schildhorst und Westerberg, wurde in der Nachkriegszeit gelegentlich in ev. Kirchen kath. Gottesdienst vom Pfarrer oder Kaplan aus Winzenburg gefeiert.
Die Struktur der im Jahre 1965 gebildeten Samtgemeinde Freden in der Neuordnung von 1974 mit den angeschlossenen Gemeinden Everode, Meimerhausen, Freden, Winzenburg, Eyershausen, Ohlenrode und Wetteborn entspricht der Pfarrorganisation von St. Mariä Himmelfahrt im Dekanat Alfeld-Detfurth. In der Gemeinde Freden, die auch heute noch industrieller Mittelpunkt der Samtgemeinde ist, sind die meisten Katholiken ansässig. Die Pfarrgemeinde wurde zum 31.Oktober 2006 aufgelöst und gehört seit dem 01. November 2006 zur neugegründeten Pfarrgemeinde St. Marien Alfeld / Leine